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Anklage nach Schussabgabe auf LKW am 20.01.2017

Datum: 08.06.2017

Kurzbeschreibung: Im Fall des Mannes, der am 20.01.2017 mit einer Schreckschusswaffe auf einen LKW-Fahrer geschossen haben soll, wurde nun vor dem Amtsgericht Lahr Anklage erhoben.

Dem 22-Jährigen wird vorgeworfen, auf der L75 bei der Autobahn A5/Anschlussstelle Lahr zunächst einen Sattelzug rechts über eine Sperrfläche verkehrswidrig überholt zu haben. Der LKW-Fahrer habe zu Dokumentationszwecken den Mann mit seinem Mobiltelefon fotografiert. Als er ihn auf sein Fehlverhalten habe ansprechen wollen, habe der Mann eine Schreckschusswaffe gezogen und einen Schuss in Richtung des LKW-Fahrers abgegeben. Hierdurch sei die Fensterscheibe auf der Fahrerseite des Sattelzugs beschädigt worden. Der Fahrer selbst habe keine Verletzungen erlitten.

Bei der nachfolgenden Durchsuchung des Pkw konnte die Tatwaffe nicht aufgefunden werden. Allerdings geht die Staatsanwaltschaft aufgrund der Spurenlage und den Angaben des LKW-Fahrers vom genannten Tatgeschehen aus.

Der Deutsche wurde nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlichem unerlaubten Führen einer Schusswaffe und Sachbeschädigung angeklagt. Eine Schreckschusswaffe ist bei dieser Art der Verwendung nicht geeignet, jemanden tödlich zu verletzen. Da der Mann bei der Fahrt auch alkoholisiert war und Zuhause ein verbotenes Butterflymesser aufbewahrte, lautet die Anklage auch auf fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr und Besitz eines verbotenen Gegenstandes.

Rückfragen bitte an:
Staatsanwältin Kümmerle
Tel. 0781-9331344

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