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Anklage nach Verfolgungsfahrt unter Alkoholeinfluss

Datum: 10.01.2017

Kurzbeschreibung:  Die Staatsanwaltschaft Offenburg hat vor dem Amtsgericht Offenburg - Schöffengericht - Anklage gegen einen nun 27-jährigen Mann erhoben, der sich am 30.08.2016 unter Alkoholeinfluss eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und den Beamten dabei auch noch den Mittelfinger entgegengestreckt haben soll.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen sei der Mann deutscher Staatsangehörigkeit am Abend des 30.08.2016 aufgefallen, als er in Oppenau ein geparktes Fahrzeugs mit zu geringem Seitenabstand überholt und am Außenspiegel beschädigt habe. Der Mann habe sich sofort von der Unfallstelle entfernt. Als er auf einem Parkplatz von einer Polizeistreife kontrolliert werden sollte, sei der Mann über die Bundesstraße 28 geflüchtet. Die Polizei folgte ihm. Während der Flucht über die Bundesstraße 28 sei der Mann bei Oberkirch mit überhöhter Geschwindigkeit von hinten auf ein anderes Fahrzeug aufgefahren. Auch jetzt habe er seine Fahrt fortgesetzt und nicht auf die Anhaltesignale der Polizei reagiert. Stattdessen habe er seinen ausgestreckten Mittelfinger aus dem Fenster gehalten, um den Verfolgern seine Missachtung auszudrücken. Zwischenzeitlich habe sich eine weitere Polizeistreife von vorne angenähert, um den Mann aufzuhalten. Der Flüchtende, der mittlerweile mit 140 km/h gefahren sei, habe nicht angehalten. Beim Versuch, an dem Polizeiwagen vorbeizufahren, sei er gegen das Polizeiauto geprallt und habe sich überschlagen.

Im Anschluss an die Fahrt wurde bei dem Mann eine Alkoholkontrolle durchgeführt. Danach wies er einen Blutalkohol von 1,75 Promille auf. Sein Führerschein wurde einbehalten. Die zwei unfallbeteiligten Polizeibeamten erlitten jeweils ein Schleudertrauma und Prellungen.

Der tatverdächtige Deutsche muss sich nun u. a. wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung vor Gericht verantworten. Aufgrund seiner Vorstrafen und der Schwere der Tat droht dem Mann nunmehr eine Freiheitsstrafe.

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