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Blitzeinbrüche bei Juwelier: Anklage vor dem Landgericht

Datum: 31.08.2017

Kurzbeschreibung: Am 22. April waren zwei Männer durch ein Mobiles Einsatzkommando festgenommen worden, als sie mit einem Auto in ein Juweliergeschäft gerast waren, um dort Schmuck zu entwenden. Vor dem Landgericht Offenburg wurde nun gegen sie Anklage erhoben.

Die Festnahme der beiden Tatverdächtigen am 22. April war spektakulär: Ein Mobiles Einsatzkommando der Polizei hatte drei Männer im Vorfeld der Tat beobachtet und griff zwei davon in flagranti gegen drei Uhr morgens in einem Offenburger Juweliergeschäft auf. Unmittelbar zuvor hatten die Tatverdächtigen mit einem Auto die Eingangstür aufgerammt und waren gerade dabei, Schmuck im Wert von rund 200.000 Euro an sich zu nehmen. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen sollen die Taten immer nach demselben Muster geplant worden sein: Zur Vorbereitung auf den Einbruch wurden kurz vorher ein Pkw und ein Motorrad entwendet. Während eine Person den Tatort dann vor Entdeckung abgesichert habe, habe ein Täter das Motorrad fluchtbreit mit laufendem Motor vor dem Juweliergeschäft abgestellt. Sodann wurde mit dem Pkw die Eingangstür des Geschäfts gerammt und in der Folge schnell hochwertiger Schmuck eingepackt.

Die Anklage wirft den beiden Männern nun u. a. Diebstahl mit Waffen und Sachbeschädigung in mehreren Fällen vor. Sie umfasst einen Einbruch in ein Juweliergeschäft in Lahr am 20. März und zwei Einbrüche in ein Juweliergeschäft in Offenburg am 03. und 22. April. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro. Der Zugriff durch die Polizei konnte letztlich erfolgen, da ein einzelner Polizeibeamter zufällig auf den am 21. April entwendeten Pkw gestoßen war, der in Gengenbach abgestellt war. So konnten die drei Männer bei der Tatausführung beobachtet werden. Der dritte mutmaßliche Täter, der offenbar aus einiger Entfernung den Tatort absichern sollte, ist flüchtig.

Der 41-jährige Tatverdächtige steht in Verdacht, bei allen drei Taten beteiligt gewesen zu sein. Er ist bereits wegen vergleichbarer Taten vorbestraft und verbüßte bereits Strafhaft. Sein 23-jähriger Cousin soll bei mindestens zwei Taten mitgewirkt haben. Beide Tatverdächtige sind serbischer Staatsangehörigkeit und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Rückfragen bitte an:
Staatsanwältin Kümmerle
Tel. 0781-9331344

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