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Geldautomatensprengungen – weitere Tatverdächtige vor dem Landgericht angeklagt

Datum: 07.08.2018

Kurzbeschreibung: Lahr-Sulz. Wie bereits berichtet, sprengten in der Nacht auf den 8. Juni 2017 mehrere Personen einen  Geldautomaten in Lahr und erbeuteten rund 40.000 Euro. Nach einer filmreifen Verfolgungsjagd mit der Polizei gelang den Tätern die Flucht. Hinsichtlich der näheren Tatumstände wird auf die Pressemitteilung vom 26. Februar 2018 verwiesen.

Zwei Tatverdächtige konnten Ende des Jahres 2017 festgenommen werden. Ein 20-Jähriger wurde im Mai 2018 waren vor dem Landgericht Offenburg zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten und sein 42-jähriger Vater zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, nachdem die beiden Männer dagegen Revision eingelegt haben.

Zwei weiteren mutmaßlichen Tatbeteiligten war es zunächst gelungen, unmittelbar nach der Tat außer Landes zu flüchten. Nach ihnen wurde mittels eines Europäischen Haftbefehls gefahndet. Am 23. Januar 2018 nahmen die italienischen Behörden einen mittlerweile 21 Jahre alten Verdächtiger in Italien fest und lieferten ihn auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Offenburg am 15. Mai 2018 nach Deutschland aus. Der junge
Mann zeigte sich geständig und verfügte in der Folge über eine Bleibe in Deutschland, sodass der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt werden konnte. Am 24. Mai erfolgte in Italien die Festnahme eines 37-jährigen Verdächtigen. Auch er wurde auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Offenburg ausgeliefert und befindet sich seit dem 14. Juni in Untersuchungshaft in Deutschland.

Gegenstand der Anklage vor der Jugendkammer des Landgerichts Offenburg ist neben der Tat vom 08. Juni 2017 in Lahr noch ein gescheiterter Geldautomatenaufbruch wenige Stunden zuvor in Waldkirch. Dort sollen die Männer den Automaten zwar auch mittels Sprengung aufgebrochen haben, allerdings sei es ihnen nicht gelungen, an die Geldkassette zu kommen. Die Anklage lautet daher unter anderem auf versuchten Diebstahl in einem besonders schweren Fall in Tateinheit mit vorsätzlichem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Sachbeschädigung sowie schwerer räuberischer Diebstahl in Tateinheit mit
vorsätzlichem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion.

Mit einer baldigen Hauptverhandlung ist zu rechnen.


Rückfragen bitte an:
Staatsanwältin Kümmerle
0781/9331344

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