• Sie sind hier:
  • Startseite / 
  • Presse / 
  • Mit Schreckschusswaffe auf Asylbewerber geschossen - Anklage

Suchfunktion

Mit Schreckschusswaffe auf Asylbewerber geschossen - Anklage

Datum: 08.06.2018

Kurzbeschreibung:  Offenburg. Die Staatsanwaltschaft Offenburg hat gegen einen 31-jährigen Deutschen Anklage vor dem Strafrichter beim Amtsgericht Offenburg erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, am 27. Oktober vergangenen Jahres mit einer Schreckschusswaffe auf einen Asylbewerber geschossen zu haben. 

Den Ermittlungen zufolge habe der 31-Jährige geraume Zeit die Asylunterkunft in der Lise-Meitner-Straße beobachtet. Als ein aus Nigeria stammender Mann die Unterkunft verlassen habe, sei der Mann mit seinem Fahrzeug langsam an der Unterkunft vorbeigefahren. Dann habe er aus dem Fenster heraus auf den 33-Jährigen geschossen. Der Mann erlitt ein Knalltrauma.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Deutsche aus einer fremdenfeindlichen und rassistischen Gesinnung heraus handelte. Bei einer Wohnungsdurchsuchung war bei ihm eine Vielzahl von Bildern sichergestellt worden. Diese beinhalteten Motive, auf welchen unter anderem Ausländer, Geflüchtete, Muslime, Juden und Schwarze stark diffamiert und degradiert werden. Sogar das EU-Kennzeichen am Fahrzeug des Mannes war durch eine Kennung mit den Farben des altdeutschen Kaiserreichs überklebt.

Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit vorsätzlichem Führen einer Schusswaffe. Die Hauptverhandlung findet voraussichtlich ab dem 27. September am Amtsgericht Offenburg statt.

Rückfragen bitte an:
Staatsanwältin Kümmerle
0781/9331344

Fußleiste