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Nach Brand in Lahr Anklage erhoben

Datum: 27.11.2018

Kurzbeschreibung:  Lahr. Gegen 4:30 Uhr in der Nacht auf den 21. Juli alarmierte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses die Feuerwehr. Er war durch einen Rauchmelder und Hilferufe einer Frau auf das Feuer aufmerksam geworden. Gegen einen 30-jährigen Deutschen wurde nun vor dem Landgericht Offenburg Anklage erhoben, da er den Brand vorsätzlich verursacht haben soll.

Den Ermittlungen zufolge entstand der Brand im Dachgeschoss des Hauses durch Brandlegung vor der Wohnungstür des 30-Jährigen und seiner Ehefrau. Die Frau hatte sich nach Bemerken des Brandes auf ein Dach gerettet und konnte von der Feuerwehr glücklicherweise unverletzt geborgen werden. Andere Bewohner wurden auch nicht verletzt. Der Tat vorausgegangen war ein Polizeieinsatz: Aufgrund eines ehelichen Streits hatte rund zwei Stunden vor der Tat die Frau die Polizei um Hilfe gebeten. Diese hatte daraufhin dem Mann einen Platzverweis erteilt. Dennoch soll der Mann zurückgekehrt sein und im Treppenhaus unmittelbar vor der Wohnungstür einen Gegenstand angezündet haben. Kurz nach dem Vorfall hatte sich der 30-Jährige der Polizei gestellt und die Tat eingeräumt.

Einer vorläufigen Einschätzung wenige Stunden nach der Tat zufolge ging von dem Feuer für die 33-jährige Frau keine Lebensgefahr aus, weshalb der Mann zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Nachdem sich ein Brandsachverständiger näher mit den örtlichen Gegebenheiten und dem Brand auseinandergesetzt hatte, ergab sich doch der Verdacht, dass für die Frau Lebensgefahr bestand. Das Feuer hatte sich bereits verselbständigt und auf eine Tür und das Dachgebälk übergegriffen. Die Tat war daher als besonders schwere Brandstiftung und versuchter Totschlag einzustufen, weshalb auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den 30-Jährigen Haftbefehl erlassen wurde. Seit dem 25. Juli befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Bei der Tat war er alkoholisiert.

Die Hauptverhandlung findet ab dem 18. Dezember vor dem Schwurgericht des Landgerichts Offenburg statt. Das Strafgesetzbuch sieht für die besonders schwere Brandstiftung, die einen Menschen in die Gefahr des Todes bringt, eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren vor.

Rückfragen bitte an:
Staatsanwältin Kümmerle
0781/9331344

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