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Sechs Männer nach Geldfälschung angeklagt

Datum: 27.01.2017

Kurzbeschreibung:  Die Staatsanwaltschaft Offenburg hat vor dem Amtsgericht Offenburg - Jugendschöffengericht - Anklage gegen sechs Männer erhoben. Ihnen wird zur Last gelegt, Falschgeld besorgt und verausgabt zu haben.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft von folgenden Taten aus:

Ein jetzt 22-Jähriger bezog im Juni und Juli 2016 von Unbekannten regelmäßig falsche 50-Euro-Scheine im Wert von insgesamt mind. 5.000 Euro. Pro Schein bezahlte er 25 echte Euro. Anschließend wollte der Mann die falschen Geldscheine verausgaben. Hierzu suchte er Geschäfte auf und kaufte kleinpreisige Ware, um bei Bezahlung mit einem falschen 50-Euro-Schein möglichst viel echtes Wechselgeld zu erhalten. Teilweise übergab er das Falschgeld auch an seinen jetzt 17-jährigen Bruder und einen jetzt 16-jährigen Bekannten, die auf dieselbe Art und Weise an echtes Geld gelangen wollten. In Umsetzung dieses Plans suchten die Männer Geschäfte in Düsseldorf, überwiegend aber in Lahr auf. Die Verkäufer der Bäckereien, Imbisse und anderer Läden nahmen das Geld als Echtgeld an, in einigen Fällen erkannten sie das Geld jedoch auch als Falsifikat. In einem Fall brachte auch ein jetzt 23-Jähriger einen falschen Schein in den Verkehr, dem für sein Tun 10 Euro Belohnung versprochen worden war.

Bereits im August war der 17-Jährige im Zusammenhang mit den Taten festgenommen worden. Die Beamten der Kriminalpolizei beleidigte er dabei mehrfach mit den Worten „fickt euch“ und widersetzte sich der Festnahme. Einen Beamten trat er mit dem Fuß ins Gesicht, welcher dadurch aber keine schwerwiegenden Verletzungen erlitt. Gegen Auflagen wurde der junge Mann wieder auf freien Fuß gesetzt.

Sein 22-jähriger Bruder ist zudem noch wegen mehrerer Betrugsdelikte angeklagt, weil er in mindestens fünf Fällen telefonisch oder per Internet Ware im Wert von insgesamt ca. 1.800 Euro bestellte. Dabei gab er vor, willens und in der Lage zu sein, die Ware zu bezahlen. Tatsächlich hatte er vor, nicht zu bezahlen und die Ware gewinnbringend weiterzuverkaufen. In zwei Fällen wurde die Ware an ihn ausgeliefert.

Die Anklage richtet sich auch gegen zwei weitere, heute 26- und 31-jährige Männer. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen Juli und September letztes Jahr 12.000 Euro Falschgeld besorgt zu haben. Mit diesem Geld wollten die Männer Drogen ankaufen, was jedoch scheiterte. Schließlich versuchten auch sie, über die Verausgabung der Scheine bei Einkäufen echtes Wechselgeld zu erhalten.

Die bei den Taten verwendeten falschen Scheine konnten zum Teil aus dem Verkehr gezogen werden.

Die fünf Deutschen und der Syrer müssen sich nun wegen Geldfälschung und Betrug, der 17-Jährige auch wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Den Erwachsenen drohen dabei Freiheitsstrafen von mindestens 2 Jahren, bei den Minderjährigen wird Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen. Teilweise befinden sich die Angeklagten in Untersuchungshaft. Die Taten wurden von einem Teil der Angeklagten eingeräumt.

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