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Schusswechsel in Offenburg

Datum: 26.06.2017

Kurzbeschreibung: Die Polizei hat heute Nacht einen Mann vorläufig festgenommen, der mit einem Messer eine Person verletzt haben soll. Der Mann habe sich der Festnahme mit einer Schreckschusswaffe widersetzt. Verletzt wurde niemand.

Nach den bisherigen Ermittlungen habe sich der 31-Jährige zunächst gestern Abend zu einem Bekannten in Offenburg begeben, um die Rückzahlung von Geldschulden einzufordern. Dabei sei es mit einer dritten anwesenden Person zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf der Mann der dritten Person mit einem Messer in den Arm gestochen habe. Einige Stunden später habe sich der Mann in die Kniebisstraße in Offenburg begeben. Dort habe er mit einer Schusswaffe mehrmals in Richtung eines 33-Jährigen gefeuert. Dieser sei nicht getroffen worden. Als kurze Zeit später die hinzugerufene Polizei den Mann bei der Albert-Schweitzer-Straße aufgefunden habe, sei der Mann davon gerannt. Er habe währenddessen eine Schusswaffe gezogen, diese gegen die beiden Polizisten gerichtet und zwei Schüsse abgegeben. Einer der Polizeibeamten habe daraufhin auf den Flüchtenden geschossen. Nachdem der Mann zur Aufgabe aufgefordert und ein weiterer Schuss als Warnung abgegeben worden sei, habe er sich ergeben. Wie sich dann herausstellte, handelte es sich bei der Waffe um eine Schreckschusswaffe. Durch die Schüsse wurde niemand verletzt.

Der 31-Jährige wurde heute Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlichem unerlaubten Führen einer Schusswaffe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der Deutsche wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Der Beschuldigte ist bereits einschlägig wegen Körperverletzung vorbestraft. Außerdem ist derzeit beim Amtsgericht Offenburg - Schöffengericht - ein weiteres Verfahren gegen ihn anhängig. Er wurde u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung und vorsätzlichem unerlaubten Führen einer Schusswaffe angeklagt. Im Februar soll er in Offenburg einer Person eine Schreckschusswaffe an den Kopf und ein Springmesser an den Hals gehalten haben, um die Herausgabe von Geld und Handy zu erzwingen. Er habe den anderen dann mit der Waffe ins Gesicht geschlagen und mit dem Messer in den Finger geschnitten. Im März habe er - wiederum in Offenburg - mit einer Schreckschusspistole ins Gesicht eines anderen Mannes geschossen. Daraufhin war der 31-Jährige festgenommen worden und befand sich in Untersuchungshaft. Erst am 20. Juni wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Im Übrigen prüft die Staatsanwaltschaft Offenburg routinemäßig, ob die Polizeibeamten bei der heutigen Festnahme von ihrer Dienstwaffe Gebrauch machen durften.

Rückfragen bitte an:
Staatsanwältin Kümmerle
Tel. 0781-9331344

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